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Der Gletscher und die vier Jahreszeiten

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Freitag, 15.12.2017: Ein kleiner Tranporter bringt uns aus dem verschlafenen und eiskalten El Chalten in das bisschen größerer El Calafete. Letztlich landen wir in einen 3 Sterne Hotel statt in einem Hostel, da dieses tatsächlich via Booking.com billiger war. Die Folge, ich hab so gut wie schon lange nicht mehr geschlafen, gibt schlimmeres. Abends gehen wir durch die Stadt, nachdem Essen erkundigen wir uns neben dem Rstaurant in einem Hostel nach einem Bus Richtung Perito Moreno Gletscher. Der Besitzer des Hostels war früher mal eine Art Reisemakler, für ihn ist es also kein Problem ein Bus für uns zu buchen und nicht nur jenen zum Perito Moreno, sondern auch gleich einen zur nächsten Destination, Puerto Natales. Zwar dauert die Aktion eine gefühlte Ewigkeit aber Martin, der Hostel-Betreiber, übernimmt uns wirklich jegliche Arbeit, weshalb ich mich auch dafür entscheide bei ihm noch ein Bier zu bestellen, stolze 5€ für ei...

Glühwein statt Sonnenbrand

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Zwei in eins heißt es heute. Während dem wir für Dienstag extrem Glück mit den Wetter hatten, so meinte es der Wettergott für die nächsten zwei Tage nicht mehr so gut mit uns. Ein anstrengender Tag ging am Dienstag mit der 26km Wanderung zu Ende und der Fitz Roy zeigte sich von seiner schönsten Seite. So schön die Landschaft ist, am nächsten Tag folgt also die Realität. Windgeschwindigkeiten um die 80h/km machen jede Wanderung zu einer ätzenden Angelegenheit. Dennoch ich breche alleine zu einer kleinen Wanderung Richtung Wasserfall auf. Nichts besonderes erwartet mich als ich dort ankomme, dennoch ist es ein gutes Gefühl sich wenigstens ein bisschen bewegt zu haben. Am Donnerstag ist das Wetter noch bescheidener, die Gipfel, die am Dienstag noch in der Sonne mit ihrer Schönheit gestrahlt haben, sind jetzt weis. In der Stadt schüttet es und es ist arschkalt. Das Bier wird kurzerhand mit Glühwein ausgetausch...

Wer rastet der rostet

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Dienstag, 12.12.2017: 22h Stunden im Bus. Raus aus dem Bus und kurz im Hostel eingecheckt. Unter die Dusche und eine Stunde später geht es schon weiter. 8h Wandern, so wirklich damit auseinander gesetzt hab ich mich davor nicht. Vielleicht war das auch besser so. Insgesamt 26km waren es am Ende des Tages. Der Anstieg war die ganze Zeit eigentlich sehr angenehm, doch immer wieder zeigt Patagonien, was Patagonien bedeutet. Sonne 30°, Tanktop. Freifläche und Wind, Jacke und Pulli. Immer wieder während des Anstiegs pfeift der Wind einem um die Ohren. nach 3h ein Schild, noch 1 km bis zur Lagune des Fitz Roy. Ungefähr 50m später ein weiteres Schild, noch eine Stunde bis zur Lagune? Ich muss kurz nachdenken,  ein km und dafür eine Stunde? Der Blick nach vorne erklärt dann doch einiges. Es geht einfach verdammt steil nach oben. Doch irgendwann ist dann auch dieser Anstieg geschafft. Oben angekommen bleibt nur noch ein Staunen. Das Bild d...

A Never Ending Street

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Sonntag, 11 Dezember 2017: 14:30 Uhr : Der Bus Richtung El Bolson startet, zwei Stunden sind für die Fahrt eingeplant. Die Fahrt verläuft gut und wir sind pünktlich am Zielort, dennoch bei dem Gedanken an den morgigen Tag muss ich tief durchatmen. Nur eine winzige Kostprobe war die heutige Fahrt. Morgen wird dann vor die 2 noch mal eine 2 vorangestellt. 22h im Bus, noch nie habe ich so etwas davor gemacht, wer macht so was auch schon?🤔 In el Bolson angekommen suchen wir das Hostel, dieses mal ist es ein 11-Bett-Zimmer. Diese Tatsache wird bei der Ankunft noch getoppt, das Dorm ist im  Dachgeschoss und sehr schlecht belüftet. Bei unserer Ankunft hat es draußen um die 30°, perfekt also um das Dachgeschoss auf gefühlte angenehme 50° über den Tag aufzuheizen. Eine Nacht, dass sollte machbar sein, sagt mir meine innere Stimme. 22h Busfahrt das sollte auch machbar sein, doch an dieser Stelle ist Ruhe. Keine innere Stimme, im Geg...

Obelix braucht seinen Zaubertrank

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Sonne, Wind, Schatten, und wieder Sonne. Wenn das Wetter hier eines bestimmt nicht ist, dann beständig. Jeder Tag in Bariloche endet für mich gleich, ich könnte Abends einfach nur noch tot ins Bett fallen. Die Realität sieht wie so oft anders aus. Die weitere Reiseplanung muss voranschreiten, doch wieder einmal passiert nichts. Gefühlt habe ich schon Tage mit der Flug- und Bussuche verbracht . Fliegen oder Bus, diese Stadt noch anschauen oder doch lieber gleich durchfahren? An diesem Punkt macht mir der Trip keinen Spaß mehr und immer wieder macht die schlechte WLAN-Verbindung alles noch ätzender. Freitag, 07.12.2017: Frühes Aufstehen um die Planung wieder in Angriff zu nehmen, wieder geht es nicht  wirklich vorwärts. Zum Nachmittag leihen wir uns Fahrräder aus um den Circo Chico mit rund 27km zu absolvieren. Wir starten zu viert, nach ein paar Kilometer wird klar, dass das Tempo der einzelnen Leuten extrem unterschiedlich ...

Der ungebremste Facettenwechsel

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Mittwoch 06. Dezember 2017: Während mir auf Instagram das fröhliche Weihnachtsmarkt-Glühwein-Besäufnis nahezu bei jeden Post entgegen springt, machen wir uns auf den Weg zum Flughafen. Nächster Halt Bariloche. Aus den Flugzeuglautsprechen ertönt die Stimme des Piloten, noch 20 Minuten bis zur Landung. Längst wurde mein entspannter Schlaf durch Turbulenzen unterbrochen. Der peitschende Wind in Patagonien soll es in sich haben, manchmal drückt er die Leute zu Boden, so eine Backpackerin die wir in Buenos Aires getroffen haben. In Bariloche gelandet schnappen wir uns ein Taxi, wieder setze ich mich nach vorne  und ich versuche mich mit dem älteren Mann zu unterhalten, die Qualität meines spanisch befindet sich noch immer außerhalb der Punkteskala. Dennoch ich schaffe es ihn zu fragen wo er her kommt und ob ihm Patagonien gefällt. Als Patagonier, falls man die Leute hier so nennt, liebt er die Gegend. -24 Grad sind hier im Winter keine Seltenheit, So meinte er. Es sei dann schon...

Drums, Tango and graveyards

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Ein weiterer Tag geht zu Ende und Berge des Erfolgs wurden erklommen. Zwei Schritte vorwärts und fünf zurück! Aber warum?Eine kurze Geschichte:Mein Versuch mit dem Taxifahrer zu kommunizieren war ungefähr genau so. Er war steht's bemüht, würde in meinem Zeugnis unter dem Punkt Spanisch stehen. Dennoch mit Google Translater und dem Wille es zu schaffen gab mir Freja immer hin 10 Punkte von 10. Für den Versuch spanisch zu sprechen.😁 Fangen wir dort an wo alles begonnen hat. Samstag, 02. Dezember Buenos Aires: Während sich die einen noch von links nach rechts drehen und versuchen den ohrenbetäubenden Kettensägen in den sechser Hostelzimmer zu entkommen, trifft man eine Person bereits gemütlich Bier trinkend am Pool des Hostels. Hunter, der Ami der Crew, gefühlt immer auf der Jagd nach kulinarischen Genüssen, ganz egal in welchen Aggregatszuständen diese sich befinden. Wer an dieser Stelle denkt, dass Essen und Bier trinken seine einzigen Stärken sind der täuscht sich. Einmal mi...