Glühwein statt Sonnenbrand
Zwei in eins heißt es heute.
Während dem wir für Dienstag extrem Glück mit den Wetter hatten, so meinte es der Wettergott für die nächsten zwei Tage nicht mehr so gut mit uns.
Ein anstrengender Tag ging am Dienstag mit der 26km Wanderung zu Ende und der Fitz Roy zeigte sich von seiner schönsten Seite.
So schön die Landschaft ist, am nächsten Tag folgt also die Realität. Windgeschwindigkeiten um die 80h/km machen jede Wanderung zu einer ätzenden Angelegenheit.
Dennoch ich breche alleine zu einer kleinen Wanderung Richtung Wasserfall auf. Nichts besonderes erwartet mich als ich dort ankomme, dennoch ist es ein gutes Gefühl sich wenigstens ein bisschen bewegt zu haben.
Am Donnerstag ist das Wetter noch bescheidener, die Gipfel, die am Dienstag noch in der Sonne mit ihrer Schönheit gestrahlt haben, sind jetzt weis.
In der Stadt schüttet es und es ist arschkalt. Das Bier wird kurzerhand mit Glühwein ausgetauscht.
Wir spielen den ganzen Tag Karten, Cambio, ein neues Spiel, dass uns Robi, ein Schwede der aussieht wie ein Ire, beigebracht hat.
Bei dem kalten Wetter bekommen Doro, ein Mädel aus Lindau, und ich Sehnsucht nach einer perfekten Abfahrt in unberührten Tiefschnee.
Es passiert den ganzen Tag nichts aufregendes, das WLAN funktioniert hier "in the Middle of nowhere" sowieso so gut wie nie.
Ich fange an mich immer mehr auf Santiago de Chile zu freuen, am Strand zu liegen und den lieben langen Tag zu surfen.
Achja, unser Hostel sieht von außen übrigens aus wie Arsch. Seitdem es regnet tropft es an vielen Stellen rein, naja ist halt kein "Made in Germany" sondern eher "Murks Made in Southamerica".
Ich musste sehr Lachen als der Hostel-Betreiber meinte, dass er alles selbst macht weil es dann wenigstens richtig genacht ist. Wenn ich nochmal hier herkomme bring ich Ihm eine Wasserwaage und Bauschaum mit, vielleicht wird es ja dann was😁.
An dieser Stelle hab ich mich natürlich gefragt, wie es wohl aussehen mag, wenn er es nicht selbst macht, vielleicht hätten wir dann ein Hostel mit Indoorpool gehabt, hätte auch was, wer weiß.
Nächster halt ist übrigens El Calafate, von dort aus geht's dann morgen hoffentlich zum "perito moreno Gletscher"
Ich freu mich schon einer der wenigen Gletscher dieser Erde zu sehen, der noch am wachsen ist.
¡Hasta luego!
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