Drums, Tango and graveyards
Ein weiterer Tag geht zu Ende und Berge des Erfolgs wurden erklommen. Zwei Schritte vorwärts und fünf zurück!
Aber warum?Eine kurze Geschichte:Mein Versuch mit dem Taxifahrer zu kommunizieren war ungefähr genau so. Er war steht's bemüht, würde in meinem Zeugnis unter dem Punkt Spanisch stehen. Dennoch mit Google Translater und dem Wille es zu schaffen gab mir Freja immer hin 10 Punkte von 10. Für den Versuch spanisch zu sprechen.😁
Fangen wir dort an wo alles begonnen hat.
Samstag, 02. Dezember Buenos Aires:
Während sich die einen noch von links nach rechts drehen und versuchen den ohrenbetäubenden Kettensägen in den sechser Hostelzimmer zu entkommen, trifft man eine Person bereits gemütlich Bier trinkend am Pool des Hostels.
Hunter, der Ami der Crew, gefühlt immer auf der Jagd nach kulinarischen Genüssen, ganz egal in welchen Aggregatszuständen diese sich befinden.
Wer an dieser Stelle denkt, dass Essen und Bier trinken seine einzigen Stärken sind der täuscht sich.
Einmal mit ihm gestartet fühlt es sich an, wie wenn man mit seinem persönlichen Guide durch Buenos Aires tourt.
Somit stand für diesen Tag das Programm fest, ohne sich nur ansatzweise damit auseinander gesetzt zu haben. Nächster Stopp Palermo.
Dieses Gebiet ist sehr facettenreich und die persönliche City-Tour beginnt bei einem Friedhof in mitten der Stadt (siehe Bilder, Sorry sind nicht geordnet, da ich alles am Handy schreibe).
Hier sind die reichen und wichtigen Leute der Stadt beerdigt, prachtvolle Gräber, oder mehr kleine Häuschen aus Marmor, soweit das Auge reicht.
So überzeugend Tourguide Hunter ist, er muss sich selbst zugestehen, dass es sich sehr merkwürdig anfühlt, dass überall Touris über einen Friedhof laufen.
Nach kurzen Staunen geht es also bereits weiter.
Palermo Hollywood ist unser nächstes Ziel.
Palermo einer der teuersten Gegenden in Buenos Aires. Es wird schnell ersichtlich wo wir uns fortbewegen, Restaurants und Bars und ein sehr europäisches Erscheinungsbild prägen diese Gegend.
Den Schlendergang eingelegt, stolpern wir durch die Straßen und landen in einem gemütlichen Kaffee.
Für Hunter und mich ist bereits klar, zum Essen darf das Bier nicht fehlen. Als uns dieses mit stolzen 8% dann gebracht wird staunen wir nicht schlecht.
Der Tag geht zu Ende und wir machen uns auf dem Weg zurück ins Hostel
Sonntag:
Tagsüber passiert nicht viel, wir sind alle ein wenig enttäuscht über den Regen, der auf die schöne Stimmung drückt.
Die Zeit geht vorbei und wieder begeben wir uns auf dem nach Palermo, Hunter hat uns zwischenzeitlich verlassen, er ist weiter gezogen um in Mendoza die köstlichen Weine Argentiniens zu verköstigen. Auch für Moa und Freja sind es die letzten Tage, für sie geht es Montag weiter nach Kolumbien.
Zu viert starten wir zu einem Konzert das La Bomba heißt. Hier werden unsere Ohren mit den Klängen von trommelnden Argentinier verwöhnt.
Danach folgte das Highlight des Abends. Wie nicht anders zu erwarten treffen wir natürlich wieder einen Deutschen, Ali. Über seine deutsche Herkunft lässt sich bei diesen Namen natürlich streiten.
Dennoch, er lädt uns ein mit zu einer Tangoshow zu kommen, die ihm ein Freund empfohlen hatte. Nicht so touristisch sollte sie sein, so waren seine Worte. Nach kurzem umherirren finden wir dieses kleine Restaurant.
Ab hier fängt der Teil des Abends an, der mir wirklich sehr gefällt.
Eine schmale, hohe Tür und der Name des Restaurants, hier sind wir richtig. Die Tür ist verschlossen und es hängt ein Schild daran, bitte klingeln.
Ab hier war mir klar, Touristen werden wir hier nicht viele finden.
Kurzes klingeln, eine alte argentinische Dame öffnet uns die Tür.
Ein großer Saal, die Tische sind auf die Seite gerückt worden und in der Mitte wird Tango getanzt. Schon beim betreten beginne ich diesen Ort zu lieben. Authentischer hätte er nicht sein können.
Wir schauen den Tänzern zu bis schließlich ein kleines Orchester auf der Bühne anfängt zu spielen.
So schön dieser Ort auch war, die Einsicht kommt schnell, wir sind einfach zu spät dran und werden keinen Platz mehr finden. Nach ein paar Minuten gehen wir also wieder, ein wenig geknickt und trotzdem erfreut, dass wir diesen Ort noch gefunden hatten.
Am nächsten Tag verabschieden Franzi und ich die schwedischen Grils.
Schade dass auch Moa und Freja jetzt weiter ziehen.
Vielleicht werde ich sie auf meinem Weg noch einmal treffen, da sie von jetzt an von Nord nach Süd und ich von Süd nach Nord reisen.
Eines steht schon heute fest, die zwei müssen besucht werden, eingeladen zum Mittsonmer haben sie uns schon.
Viel Text und ein emotionales Ende.
Bis zum nächsten Post.
Von dort an aus Bariloche, der schönen Natur Patagoniens 😊
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