Wenn der Wille nicht ausreicht

Zugegeben in manchen Situationen ist es schwierig steht's das positive herauszukristallisieren und ich tat mich die letzten Tage auch wirklich schwer.
Umso mehr kommt die "ich möchte jetzt einfach nach Hause" Stimmung extrem leicht auf.

Nachdem ich zwei Tage lang mit den Wellen extrem Pech hatte, habe ich mir, wie soll es auch anders sein, Abends den Magen mit einem Fischempanada versaut. Das bedeutete für mich, gute Wellen und ich verbringe den Tag mit Tee im Bett.

Schließlich habe ich mich gestern dann trotz erschöpften Zustand dazu aufraffen können zwei surfsessions zu starten. Die Bedingungen waren auch hier wieder nicht wirklich perfekt. Die extrem starke Meeresströmung ließ jede noch so willige Paddelbewegung wie einen kleinen Witz aussehen. Das Resultat, ein paar nicht nennenswert große Wellen konnten gesurft werden, der Erhoffte riesige Spaß und Erfolg blieb jedoch aus.

Die Rechnung des letzten Tages kam zudem heute, noch erschöpfter und mehr erkältet als den Tag zuvor verbringe ich abermals den Tag mit nichts tun und auskurieren.

Es scheint für mich, als würde irgendetwas einfach nicht wollen, dass ich hier meinen Spaß am surfen habe.


Somit verlasse ich morgen mit gemischten Gefühlen Pichilemu wieder. Zum einen verschwinde ich aus eines der schönsten Hostels in denen ich bisher war, zum anderen verlasse ich aber auch einen Platz an dem die Stimmung zwischen den Leuten zum Teil sehr differenziert ist.

So kam es vor das der chilenische Volunteer Matias mich gleich herzlich empfangen hatte und ich mit ihm zusammen über eine Stunde versucht habe einen Jack Johnson song auf seiner Gitarre einzustudieren. Im gleichen Moment gab es jedoch auch Situationen in denen ich einfach nur den Kopfschütteln musste. So verdächtige mich der französische Volunteer, der scheinbar in diesem Hostel als Koch fungiert, dass ich anderen Gäste meine Borritos verkauft hätte und ich ihm das Geschäft stehlen wollte. Wobei ich mir einfach nur das Geld eines gemeinsamem Einkaufs zurück geholt hatte.


Für mich endet also dieser Aufenthalt mit dem Resultat, ein perfekter Ort mit perfekten Sonnenuntergängen, muss nicht immer perfekt sein, so lange die Menschen um einen herum nicht mit spielen. Und sicherlich hat auch meine körperliche Verfassung dazu beigetragen, dass ich hier nicht alles negative einfach ausblenden konnte.


Bis bald! 

Ps genießt wenigstens die Bilder:)

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