Salar de Uyuni und der Kampf gegen die Dinos
Yeah! Finally arrived in San Pedro de Atacama:)
Gelandet traue ich meinen Augen kaum, erst treffe ich David, ein Ami, der in Santiago im selben Hostel wie ich war. Dann treffe ich an der Gepäckausgabe noch Michelle mit ihrem Freund. Die zwei hatte ich in El Chalten in Patagonien kennengelernt.
Michelle kommt übrigens aus Villingen, die Welt ist so klein und Südamerika wohl auch.
Unser Glück, David hat sich ein Auto für einen Tag gemietet, somit geht's für uns nicht mit dem Bus in die Stadt sondern für alle zusammen mit dem Auto.
David ist nicht nur ein super DJ, sondern auch ein guter Tourguide, somit können wir bereits auf dem Weg Richtung San Pedro immer mal wieder anhalten.
In San Pedro angekommen treffe ich mich wieder mit den Mädels aus Valparaiso, an nächsten Tag starten wir zur Tour durch die Salzwüste.
Eigentlich eine super Truppe, zwei deutsche Mädels, eine Schweizerin und eine Spanienerin, die nebenbei auch immer für Unterhaltung sorgt.
Tag 1 in der Salzwüste:
Nachdem ich gefühlt nur 3h geschlafen hatte, weil die Luft im Zimmer regelrecht stand, ging es ziemlich müde um 7:30 los Richtung Atacama Wüste, Bolivien und zur Salzwüste.
Das anstrengende an der Sache, es geht ziemlich schnell ziemlich weit hoch und damit meine ich auf rund 4.300m.
Im späteren Verlauf sogar noch auf 5.000m.
Diese Höhe holt mich ziemlich schnell ein. Die Tatsachen dass ich praktisch von Meereshöhe am Tag zuvor eingeflogen und immer noch leicht erkältet bin, machen die Höhe für meinen Körper nicht gerade angenehmer. Während des ganzen Tages fühle ich mich extrem schlapp und bekomme immer wieder Kopfschmerzen und leichte Übelkeit, am Abend jedoch legt sich das ganze. Trotzdem jegliche Anstrengung ist hier gleich zu spüren.
Somit zurück zur Tour!
Wir starten also früh morgens und ich überlege mir noch ob ich eine lange oder eine kurze Hose anziehen soll, zum Glück haben die Mädels mir von leichter Kleidung abgeraten, am ersten Stopp angekommen, an der Grenze zu Bolivien, zeigt sich gleich die Kälte der enormen Höhe.
Die Grenzstation ist dabei lediglich ein mini Häuschen mit Wellblech Dach, in Deutschland wohl ein in die Jahre gekommener Schuppen.
Nach den Formalitäten an der Grenze beginnen wir zu fünft mit unserem bolivianischen Fahrer in einem 4x4 Geländewagen die Tour. Immer wieder machen wir halt und bestaunen die verschiedenen Farben der Lagunen, Baden in heißen Quellen und kommen schließlich irgendwann bei unserer Unterkunft an. Auch diese ist sehr spartanisch, aber es reicht.
Nach einem Mittagessen fahren wir nochmal zu einer Lagune, an der Flamingos umherspazieren.
Nachdem letzten Ausflug machen wir noch einen Stopp im "Dorf", in dem es tatsächlich einen Kiosk mit Billard-Tisch gibt. Das ganze Szenario ist wirklich nicht in Worte zu fassen, deswegen zeigen die Bilder hier viel mehr, als das ich es schreiben könnte.
Der Tag geht schließlich mit einem Abendessen zu Ende und am nächsten Morgen starten wir bereits 08:00 zur nächsten Tour.
Tag zwei der Tour:
Bereits morgens ist die Höhe wieder zu spüren und ich wache mit Kopfschmerzen auf.
Nachdem Frühstück starten wir zu weiteren Lagunen, skurrilen Felsformationen und zu einer Felslandschaft. Auch an dieser Stelle kann ich nur auf Bilder verweisen.
Kurz bevor wir in unserem Quartier des zweiten Tages ankommen, erzählt uns unser Guide, dass wir heute Abend noch Volleyball spielen können. Mitten im Nirgendwo Volleyball spielen, auf 4000m? Ich ahne bereits, dass das Szenario mindestens genau so gut werden wird wie die Location zum Billard spielen den Tag zuvor.
Nach einem simplen, aber ausreichenden Abendessen brechen wir also auf zum Volleyball spielen. Wir laufen durch eine Tür und stehen in einem Hinterhof, ein großes Gebäude, dass genau so unfertig aussieht wie alle anderen Häuser hier, ist vor uns zu sehen. Tatsächlich ist es ein Indoor-Volleyball Feld. In Vierergruppen spielen wir mit den anderen Tour-Teilnehmern und den dazugehörigen Fahren. Mich verschlägt es in das Fahrer-Team, somit spiele ich mit den drei bolivianischen Fahren, die sichtlich ihren Spaß daran haben, dass wir die ersten 6 Spiele in Folge gewinnen.
Am Ende fallen wir alle tot ins Bett, schließlich befanden wir uns immer noch auf über 4000m.
Tag drei:
06:00Uhr Frühstück, 07:00Uhr Abfahrt!.
Wahrlich, dass sind überhaupt nicht meine Zeiten, aber ein Plan B gibt es an dieser Stelle nunmal nicht.
Erster Stopp nach 45 Minuten ist ein Zug-Friedhof, klingt besser als es ist, deswegen geht es auch relativ zügig weiter Richtung Salzwüste. Doch zuerst stoppen wir in Uyuni um noch den Papierkram für den Eintritt zu erledigen.
Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände, ist es unser Auto, dass erst 30 Minuten später als die anderen abfährt.
Das Problem, in der Salzwüste angekommen finden wir die anderen Gruppen nicht mehr. Gut das in unserem Auto alle Vegetarier sind, außer mir und wir haben das ganze Fleisch für das Mittagessen. Am Ende finden wir die anderen Gruppen dann doch noch, schießen witzige Fotos und genießen das Essen in Mitten der Salzwüste.
Ein langer Tag geht zu Ende und ich verbringe die Nacht im Bus Richtung La Paz. Jetzt gönne ich mir eine Dusche, wasche das ganze Salz runter das ich mitgeschleppt habe und genieße den verdienten Schlaf nach der 10h Busfahrt.
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