Rallye Paris Dakar und die Hauptstadt der Inkas

Wie angekündigt reicht für Cuzco ein einziger Post nicht aus.
An dieser Stelle muss ich ganz klar sagen, dass die Stadt bis jetzt meine Highlight-Stadt der Reise ist.

Ein kurzer geschichtlicher Einwurf an dieser Stelle:
Das weltweit bekannte Machu Picchu war nur für die sehr gebildeten Inkas die Heimatstadt, die Hauptstadt der Inkas jedoch war Cuzco. Dies ist auch der Grund warum die Stadt gerade so übersäht ist mit alten Gebäuden. Auf den Fotos sieht man eine Steinwand. Sehr erstaunlich hierbei ist, wie perfekt diese Steine für die Gebäudewände geformt sind, jeder Stein passt perfekt auf den anderen. Die Steine wurden dabei größtenteils mit Wasser und Sand geformt.

Wenn man also durch Cuzco läuft sieht man deutlich, welche Gebäude von den Inkas und welche von den Spaniern errichtet wurden. Perfekte Wände = Inkas, weniger perfekte Wände = Spanier und das obwohl die Inkas vor den Spaniern in Cuzco gelebt haben.

So nach diesem kurzen geschichtsträchtigen Teil, möchte ich nun zu einem Highlight meiner Reise kommen:
Paris Dakar in Cuzco, so hat es sich für mich angefühlt.
Als begeisterter Motorradfahrer und Freerider, ließ mich ein Gespräch mit einem Ami in La Paz nicht mehr los. Dieser hatte mir erzählt, dass er schon sehr viel mit dem Motorrad durch Südamerika gereist sei und dass man in Cuzco Enduro-Touren buchen könne.

In Cuzco mache ich mich also auf den Weg und klappere sämtliche Reiseagenturen ab, doch jedes mal das gleiche Ergebnis, keine Motorrad-Touren. Leicht geknickt laufe ich zurück zum Hostel und auf dem Weg dorthin sehe ich jemand ein Enduro-Motorrad schieben, ich spreche ihn an wo er dieses denn ausgeliehen hat.
Die Antwort, es sei seine Arbeit und er veranstalte Enduro-Touren, stryke! Genau das was ich gesucht hatte. Ich buche die Tour sofort für den nächsten Tag.

Der Spaß beginnt....
08:00uhr morgens, Start am Office.
20 Minuten fahren wir zu zweit auf einer Maschine bis ich vor dem Wohnhaus von Ray, meinem Guide, stehe. In seinem Hinterhof unterzeichne ich noch den Vertrag, dass ich für alles selbst verantwortlich bin, so wird es mir zumindest erzählt, lesen kann ich es sowieso nicht - alles auf spanisch, wird schon schief gehen.

Mit zwei Honda Tornado mit 250ccm machen wir uns auf den Weg. Die super leichten Bikes fühlen sich wie Fahrräder an und die ersten 20km legen wir auf normalen Straßen zurück.
Jetzt wird es witzig, auf staubigen Dreckpisten fahren wir durch Dörfer bevor es in Serpetinen Offroad den Berg hinauf geht. Irgendwann hört der Weg auf und wir fahren über Alpaka-Weiden bis wir schließlich ganz oben auf dem Berg ankommen. Jetzt kommt der technische und beste Teil. Auf einem schmalen Weg, der normalerweise nur mit Pferden beritten wird, fahren wir durch die Berge. Immer wieder wechseln die Beschaffenheiten der Wege die wir befahren und die Landschaften. Am Ende komme ich mit einem breiten Grinsen und viel Videomaterial wieder in Cuzco an.
Ich fühle mich wie ein kleines Kind, das zum ersten Mal Achterbahn fahren durfte.
Spätestens an dieser Stelle war mir klar, Cuzco ich komme wieder und beim nächsten mal geht es mit Ray, der übrigens nur Spanisch gesprochen hat, und  den super leichten Enduros auf eine mehrtägige Dschungel-Tour.

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