Der Wind der Wind das himmlische Kind oder so ähnlich
Zugegeben, so langsam bin ich es eigentlich Leid immer wieder über die selben Dinge zu schreiben, aber die Umstände der Natur zwingen mich förmlich dazu.
Spät abends komme ich in Pichilemu an.
Eigentlich kenne ich das Spiel bereits, -10 Grad im Bus und Draußen endlich wieder Wärme. Falsch gedacht! In Flip Flops und Kurzer Hose gehe ich aus dem Bus und mal wieder ist es der Wind, der mir einen Strich durch die Rechnung macht.
Am nächsten Tag bemerke ich ziemlich schnell, dass es nicht nur Abends kalt werden kann hier. Die Kombination Schatten und Wind lassen die Temperaturen von einem Moment auf den anderen sinken.
Ich ruhe mich ein wenig aus und schnapp mir am nächsten Tag ein Surfboard, nicht wissend dass das Wasser hier nochmal kälter ist wie in Valparaiso, vielen Dank Herr Humbold für diese kalte Meeresströmung.
Nach zwei Stunden gehe ich zurück zum Hostel, die Füße fühlen sich wie Eiszapfen an und ich bin einfach nur fertig, zu sehr steckt mir die Abschiedsparty vom Tag zuvor noch in den Knochen, als das ich es schaffe wenigstens eine Welle zu surfen, die nicht nur aus whitewash besteht. Der nächste Tag soll besser werden, ausgeschlafen und mit mehr Energie.
Ich nehme das nächste Collectivo Richtung Pichilemu und gehe erst mal einkaufen. Collectivos sind hier übrigens manchmal Busse oder auch Taxis, die die Leute auf vorgegeben Strecken einsammeln. Mit 1.000 Pesos für eine Fahrt in die Stadt sind die Preise okay, jedoch wie immer in Chile auch nicht gerade billig. 750 Pesos sind 1€.
Im Hostel zaubere ich erstmal ein pebre, das ist eine Art Salsa, die mit Brot richtig gut schmeckt (Rezept und Bild, siehe unten!)
Zu erwähnen ist auf jeden Fall noch das Hostel in dem ich mich gerade befinde.Leicht aus dem Fenster gelehnt würde ich behaupten, dass es bis jetzt das schönste ist in dem ich bisher gewesen bin. Hier wird der Surferspirit in vollen Zügen sichtbar. Ich liebe es!
Sonntag:
Nach einer super entspannten Nacht starte ich in den heutigen Tag. Voll motiviert Surfen zu gehen, macht mir heute mal wieder der Wind einen Strich durch die Rechnung. Die Wellen werden vom Nordwind in die Knie gezwungen.
Schließlich muss ich mich mit dem Alternativprogramm zufrieden geben. Immerhin gibt es hier ein Gym, sodass ich mich wenigstens ein bisschen auspowern kann. Ich werde den Tag also mit meiner weiteren Reiseplanung verbringen, was wirklich der Teil ist, den ich am meisten am Reisen hasse.
Ich hoffe, dass es wenigstens morgen besser wird und vielleicht gibt es heute Abend noch einen schönen Timelapse vom Sonnenuntergang, den ich dann bei meinem nächsten Post präsentieren kann. An dieser Stelle die Anmerkung, dass ich Videos zukünftig per YouTube über den entsprechenden Link einbinden werde, zu kompliziert ist eine direkte Einbindung in diesen Blog;)
Cheers in das überschwemmte Deutschland, bis zum nächsten Post!
Pebre Rezept: Tomate, Zwiebel, grüne Chili, Koriander, Paprika, Limette, Öl, Salz und Pfeffer und ein bisschen Scharf. Ps der frische Koriander haut es raus!
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